Bone Broth - Knochenbrühe selber machen

Nachdem zwar Abstand halten und Hygiene das wichtigste ist gegen Corona, können wir wenigstens zusätzlich - wenn wir eh mehr Zeit als sonst zu Hause verbringen müssen - unser Immunsystem stärken.
Dieser 1. Tipp braucht etwas länger, aber ich schwör auf diese Kraftbrühe.
Die Knochenbrühe enthält eine Menge Kollagen und Aminosäuren.

Das Gute an Knochenbrühe ist, dass man damit Reste verwertet und nichts verkommen lässt. Wenn ihr nur Resteknochen von Mahlzeiten sammeln würdet, dauert es natürlich zu lange. Aber man kann sie dazu nehmen und den Rest vom Metzger kaufen.
Ich mache die Brühe aus Rinderknochen. Bitte kauft Bio-Knochen beim Metzger, damit die gelösten Stoffe euch wirklich gut tun.

Ich verspreche auch, der nächste Tipp ist für Vegetarier und Veganer geeignet, aber die Knochenbrühe hat mir schon oft gut getan.

Zubehör:
Ihr braucht als einfachste Variante einen großen Topf, ab 10 Liter.
Oder einen Slow Cooker, möglichst einen größeren oder einen Instant Pot (6 l). Statt des Instant Pot kann man auch einen Schnellkochtopf nehmen.
Ich persönlich würde immer zu Slow Cooker und/oder Instant Pot raten (was für die Brühe besser ist, ist strittig), weil mir der Topf zu anstrengend ist und zu viel Strom verbraucht. Aber es geht zur Not.

Zutaten:
3,5 kg Bio-Rinderknochen - Markknochen, Ochsenschwanz, Nacken, Hals, Füße (letzteres hab ich noch nie probiert)
1 große Bio-Zwiebel ungeschält, halbiert
1-2 Möhren, gestückelt
2 Knoblauchzehen
2 Stangen Staudensellerie, geschnippelt (wem der Geschmack nicht zusagt, einfach weglassen)
1/2 Tl Himalaya Salz (oder Meersalz)

1/2 Tasse Apfelessig - der ist ebenfalls strittig. Man sagt, der löst die Mineralien besser aus den Knochen, aber nach wissenschaftlichen Tests stimmt es nicht. Einfach nach Gefühl entscheiden.

Zubereitung:
im Topf:
Topf zu 2/3 mit Knochen und Gemüse füllen. Mit Wasser so weit auffüllen, dass alles gerade eben bedeckt ist.
Einmal aufkochen lassen, dann die Temperatur unterstellen und für mindestens 5 Stunden Zimmern lassen. Aus dem Topf muss immer mal Luft entweichen. Wenn es nach Restaurantköchen geht, dann muss das Ganze für eine wirklich nahrhafte, schmackhafte Brühe 24-36 Stunden simmern. (Jetzt wisst ihr, warum ich keinen Topf nehme).

Wenn die Zeit um ist, die Brühe durch ein Sieb abseihen. Brühe in Weck-Gläser oder auch Tupperware füllen und abkühlen lassen. Dann die feste Fettschicht, die sich oben bildet, abnehmen. Die Brühe sollte gut gelieren wegen des Kollagen.

Im Slow Cooker:
Genau wie oben bis zu 2/3 Mit Zutaten befallen, mit Wasser füllen, bis alles knapp bedeckt ist, aber auch nur bis zur Maximal-Linie im Topf.
1 Stunde auf High köcheln, dann auf Low schalten und mindestens 14 Stunden (wie oben ansonsten 24 etc Stunden) simmern lassen.
Brühe abgießen wie unter Topf-Zubereitung beschrieben.
Man kann dann wohl sogar noch einen 2. Durchgang mit denselben Knochen und frischem Wasser und Gemüse machen. (hab ich noch nicht probiert, soviel Geduld habe ich nicht).

Im Instant-Pot (Im Instant-Pot kann man auch die Slow-Cooker Methode oben machen mit der entsprechenden Funktion).
2/3 mit Zutaten befallen, mit Wasser auffüllen, bis zur Maximalgrenze, bzw. bis alles knapp bedeckt ist.
Pressure Cook Funktion auf High für 4 Stunden. Ich benutze danach nicht das Ventil, sondern lass ihn runterkühlen, bis der Knopf absinkt. (dies könnt ihr auch in einem normalen Schnellkochtopf machen).
Brühe abgießen wie unter Topf-Zubereitung beschrieben.
Danach mache ich einen zweiten Durchgang mit der Slow Cook Funktion.
Knochen wieder in den Topf, mit neuem Gemüse und Wasser auffüllen wie oben beschrieben.
Slow Cook Funktion für mindestens 12 Std, oder bis 24 Std.
Diese 2. Brühe wird geliert nicht mehr ganz so, aber ist immer noch sehr schmackhaft.
Abgießen und abfüllen wie oben beschrieben bei der Topf-Zubereitung.

Haltbarkeit: Im Kühlschrank wenige Tage, tiefgefroren bis zu 6 Monate.

Man kann die Brühe morgens trinken. Einfach die Portion erwärmen. Oder zu jeder anderen Tageszeit, zu der man Brühe trinken mag. Außerdem kann man sie natürlich zum Kochen nehmen statt der "Krümelbrühe" aus dem Glas oder statt Fond.

Lasst es euch schmecken!